Was eine Ferienwohnung in Estepona einbringt

Was eine Ferienwohnung in Estepona einbringt, lässt sich messen: Eine ganzjährig vermietete Ferienwohnung setzte in den zwölf Monaten bis August 2026 typischerweise rund 28.000 € um, im oberen Viertel rund 47.000 €. Das waren 8,8 % mehr als im Jahr davor.
Die Werte stammen aus unserer eigenen Marktauswertung aller ganzen Wohnungen und Häuser, die in Estepona als Ferienunterkunft angeboten werden, über 36 Monate. Der Sommer trägt das Jahr, der Winter bleibt Ihnen für die eigenen Wochen, und der Einstieg liegt deutlich unter Marbella.
28.000 bis 47.000 € Umsatz im Jahr in Estepona
Eine typische Ferienwohnung in Estepona setzte bei ganzjähriger Vermietung rund 28.000 € im Jahr um, und der Wert wächst. Die Kennzahlen im Überblick:
| Estepona, Ferienvermietung | Wert | Stand |
|---|---|---|
| Umsatz im Jahr, typisch | 28.254 € | August 2026 |
| Umsatz im Jahr, oberes Viertel | 47.268 € | August 2026 |
| Veränderung in 12 Monaten | +8,8 % | August 2026 |
| Preis pro Nacht, Jahresschnitt | 174 € | August 2026 |
| Preis pro Nacht, Sommer | 223 € | August 2026 |
| Auslastung im Jahr | 41 bis 67 % | August 2026 |
Der Jahresumsatz ist die Summe der typischen Monatsumsätze, also das, was eine Wohnung im mittleren Segment einbringt, wenn sie das ganze Jahr angeboten wird. Das obere Viertel mit rund 47.000 € zeigt, was gut gelegene und gut geführte Wohnungen erreichen. Die Werte gelten über alle Größen, vom Studio bis zur Villa.
Der Sommer trägt das Jahr: der Umsatz Monat für Monat
Juni bis September brachten zusammen rund die Hälfte des Jahresumsatzes, der Juli allein rund 4.650 €. So verteilte sich der typische Umsatz über die zwölf Monate:
| Monat | Auslastung | Umsatz |
|---|---|---|
| September 2025 | 48 % | 2.531 € |
| Oktober 2025 | 44 % | 2.165 € |
| November 2025 | 32 % | 1.482 € |
| Dezember 2025 | 27 % | 1.390 € |
| Januar 2026 | 26 % | 1.348 € |
| Februar 2026 | 36 % | 1.754 € |
| März 2026 | 30 % | 1.484 € |
| April 2026 | 39 % | 1.985 € |
| Mai 2026 | 45 % | 2.401 € |
| Juni 2026 | 49 % | 2.948 € |
| Juli 2026 | 63 % | 4.646 € |
| August 2026 | 58 % | 4.122 € |
Im Sommer steigen Auslastung und Preis zugleich: Im Juli 2026 war eine typische Wohnung zu 63 % gebucht, bei 238 € pro Nacht. Im Winter lag der Preis pro Nacht bei rund 150 €, und die Auslastung bei 26 bis 36 %. Auch Frühjahr und Herbst tragen spürbar bei: September, Oktober, April und Mai brachten zusammen rund 9.100 €, die Zeit für Golfer, Wanderer und alle, die die milde Zwischensaison suchen.
Estepona gegen Marbella: 86 % des Umsatzes zu 69 % des Neubaupreises
In Marbella liegt der Umsatz höher, der Einstieg aber noch deutlich mehr. Eine typische ganzjährig vermietete Ferienwohnung setzte dort in den zwölf Monaten bis August 2026 rund 32.800 € um, in Estepona rund 28.300 €, also rund 86 % davon. Der Neubau-Median lag in Estepona am 18. September 2026 bei 5.145 € pro m², in Marbella bei 7.491 €, also bei rund 69 %.
| Kennzahl | Estepona | Marbella |
|---|---|---|
| Umsatz im Jahr, typisch | 28.254 € | 32.835 € |
| Umsatz ggü. Vorjahr | +8,8 % | +2,5 % |
| Auslastung im Jahr | 41 bis 67 % | 38 bis 63 % |
| Preis pro Nacht | 174 € | 208 € |
| Neubau pro m² | 5.145 € | 7.491 € |
Für Investoren ist das Verhältnis entscheidend: Pro eingesetztem Euro bringt Estepona mehr Umsatz als Marbella, weil der Kaufpreis stärker unter Marbella liegt als der Umsatz. Dazu wuchs der Umsatz in Estepona binnen eines Jahres um 8,8 %, in Marbella um 2,5 %, und die Auslastung war in Estepona die höchste der sechs Gemeinden zwischen Marbella und Sotogrande.
Eigene Wochen und Vermietung gut kombinieren
November bis März brachten zusammen rund ein Viertel des Jahresumsatzes, rund 7.460 €. Wer diese Monate selbst verbringt, verzichtet auf den kleineren Teil der Einnahmen und hat dafür den milden Winter am Meer im eigenen Zuhause. Drei Modelle bieten sich an:
- Ganzjährig vermieten: alle Monate im Angebot, typischerweise rund 28.000 € Umsatz, eigene Aufenthalte nur kurz.
- Winter selbst, Sommer vermietet: November bis März selbst genutzt, April bis Oktober vermietet, rund drei Viertel des typischen Umsatzes.
- Einzelne Wochen selbst: Ostern, Herbstferien oder Weihnachten im eigenen Zuhause, den Rest vermietet.
Mit mittleren Tageshöchstwerten von 16,8 Grad im Januar an der Wetterstation am Flughafen Málaga ist der Winter an der Costa del Sol die schönste Zeit für eigene Aufenthalte.
Warum Ferienwohnungen in Estepona gut laufen
Estepona ist eine Stadt, die das ganze Jahr lebt, mit langen Aufenthalten und wachsender Nachfrage. Die Zahlen haben eine Grundlage.
5,9 Nächte je Aufenthalt, 51 Tage Vorlauf
Gäste blieben in Estepona im Schnitt 5,9 Nächte, länger als in jeder anderen der sechs Gemeinden, und buchten im Schnitt 51 Tage im Voraus. Längere Aufenthalte heißen weniger Wechsel und weniger Reinigungen pro Umsatz-Euro. Und wer früh gebucht wird, kennt seine Belegung Wochen im Voraus und kann die eigenen Aufenthalte entspannt darum herum planen.
Weniger Wettbewerb
Die Zahl der aktiven Ferienwohnungen in Estepona sank binnen eines Jahres um rund 15 % auf 2.272. Vermutlich wirken die Registrierungs- und Lizenzpflichten; für angemeldete Eigentümer heißt das weniger Wettbewerb.
Eine Stadt, die wächst und investiert
Estepona wuchs von rund 67.000 Einwohnern im Jahr 2016 auf knapp 80.000 im Jahr 2025. Laut Stadtverwaltung ist die Stadt schuldenfrei und investiert im Haushalt 2026 rund 27 Mio. €, unter anderem in einen Küstenweg von über 21 Kilometern und ein eigenes Krankenhaus.
Ins obere Viertel: was eine Ferienwohnung stark macht
Zwischen dem typischen Wert und dem oberen Viertel liegen rund 19.000 € im Jahr, und ein großer Teil davon hängt an Lage, Ausstattung und Führung. Gäste entscheiden in Sekunden, anhand von Fotos, Bewertungen und Lage.
Eine Wohnung nah am Strand oder an der Altstadt, mit Terrasse, Gemeinschaftspool und schnellem Internet, spricht in jeder Saison mehr Gäste an. Neue Anlagen haben dabei einen klaren Vorsprung: Klimaanlage für Sommer und Winter, moderne Bäder, eine neue Küche und gepflegte Gärten sehen auf den Fotos gut aus und überzeugen im Aufenthalt. Die Ausstattung, die das andalusische Dekret für Ferienwohnungen verlangt, bringt eine neue Wohnung von Anfang an mit.
Dazu kommt die Führung. Eine Verwaltung vor Ort übernimmt Inserate, Preise, Gästekommunikation, Check-in, Reinigung und Wäsche. Sie passt die Preise an Saison und Nachfrage an und hält die Bewertungen hoch. Wer seine Ferienwohnung aus Deutschland betreut, sollte sich zwei oder drei Angebote von Verwaltungen geben lassen und nach deren Referenzen in der Nachbarschaft fragen. Für jede Anlage, die Sie interessiert, schicke ich Ihnen die gemessenen Werte vergleichbarer Wohnungen im Umkreis.
Vom Umsatz zum Ertrag: so rechnen Sie richtig
Der Umsatz ist die Einnahme vor Kosten und Steuern; für den Ertrag rechnen Sie in fünf Schritten. So wird aus dem gemessenen Wert eine belastbare Kalkulation für eine konkrete Wohnung:
- Umsatz der Nachbarschaft ansetzen. Für die konkrete Anlage die Werte vergleichbarer Wohnungen im Umkreis, nicht nur den Gemeindewert.
- Eigene Wochen abziehen. Die Monate, die Sie selbst nutzen, mit ihrem typischen Monatsumsatz herausrechnen.
- Verwaltung und Reinigung abziehen. Angebote von zwei oder drei Verwaltungen vor Ort einholen.
- Laufende Kosten abziehen. Gemeinschaftskosten, Grundsteuer, Strom, Internet, Versicherung.
- Steuer berechnen. Als EU-Bürger ohne Wohnsitz in Spanien 19 % auf die Einkünfte nach Abzug der Kosten, erklärt mit dem Modelo 210.
Die Anmeldung als Ferienwohnung und die Regeln der Eigentümergemeinschaft beschreibt der Ratgeber Ferienwohnung in Spanien kaufen.
Was heißt das für Investoren?
Rund 28.000 bis 47.000 € Umsatz im Jahr, 8,8 % Wachstum und ein Einstieg rund 31 % unter Marbella. Dazu kommt der Wertzuwachs: Der öffentliche Preisindex für Bestandsimmobilien in Estepona stieg in fünf Jahren um 98,7 %, im Schnitt um 14,7 % pro Jahr. Vergangenheitswerte, keine Prognose.
Wer es einfacher mag, vermietet langfristig: Die Langzeitmiete lag in Estepona im August 2026 bei rund 21 € pro m² und Monat, 117,7 % über dem Wert von vor fünf Jahren, bei einer Bruttomietrendite im Bestand von 5,05 %. Ferienvermietung bringt mehr Umsatz und mehr Flexibilität für eigene Wochen, Langzeitvermietung mehr Ruhe. Beide Wege lassen sich auch nacheinander gehen, etwa erst Ferienvermietung und später ein eigener Wohnsitz.
Welche Anlagen dafür in Frage kommen, zeigen die Neubauprojekte in Estepona. Wie sich das Angebot an Ferienwohnungen entwickelt, steht in der Notiz Weniger Ferienwohnungen. Mehr Platz für Ihre.
Neubauprojekte in Estepona
Woher die Zahlen stammen
Ferienvermietung: eigene Marktauswertung aller ganzen Wohnungen und Häuser, die in der jeweiligen Gemeinde als Ferienunterkunft angeboten werden, 36 Monate bis August 2026. Monatswerte sind der typische Wert (Median) aller Wohnungen im Monat, der Jahresumsatz ist die Summe der typischen Monatsumsätze, das obere Viertel die Summe der 75-%-Werte. Umsatz vor Kosten und Steuern. Neubau: eigene Erhebung, Median der Angebotspreise pro m², 18. September 2026. Bestand: öffentlicher Preisindex, August 2026.
Häufige Fragen
Was bringt eine Ferienwohnung in Estepona im Jahr ein?
Eine ganzjährig vermietete Ferienwohnung setzte in den zwölf Monaten bis August 2026 typischerweise rund 28.000 € um, im oberen Viertel rund 47.000 €, vor Kosten und Steuern. Das ergibt unsere eigene Marktauswertung über alle Größen.
In welchen Monaten verdient eine Ferienwohnung in Estepona am meisten?
Im Juli und August. Im Juli 2026 setzte eine typische Ferienwohnung rund 4.650 € um, im August rund 4.120 €. Juni bis September brachten zusammen rund die Hälfte des Jahresumsatzes.
Wie viel kostet eine Nacht in einer Ferienwohnung in Estepona?
Der typische Preis pro Nacht lag in den zwölf Monaten bis August 2026 bei 174 €, im Sommer bei 223 € und im Winter bei 151 €. Im oberen Viertel waren es 237 € im Jahresschnitt.
Verdient man in Marbella mehr als in Estepona?
In Marbella lag der typische Jahresumsatz mit rund 32.800 € höher. Estepona erreichte damit rund 86 % des Marbella-Umsatzes, bei einem Neubaupreis pro m² von rund 69 % des Marbella-Werts.
Kann ich die Wohnung selbst nutzen und trotzdem vermieten?
Ja. November bis März brachten zusammen rund ein Viertel des typischen Jahresumsatzes. Wer diese Monate selbst verbringt, verzichtet auf den kleineren Teil der Einnahmen und vermietet in der starken Saison.
Quellen & offizielle Links
- BOJA Nr. 24 vom 2. Februar 2024 – Decreto 31/2024, viviendas de uso turístico (geprüft 21.09.2026)
- Agencia Tributaria – Nichtresidentensteuer (Modelo 210) (geprüft 20.09.2026)








