Costa del Sol: mehr Quadratmeter für Ihr Geld

Gleiche Küste, gleiches Meer, mehr Quadratmeter für Ihr Geld: Neubau kostet in Estepona 5.145 € pro Quadratmeter, in Marbella 7.491 €. Für ein Budget von 500.000 € sind das rund 97 Quadratmeter in Estepona gegenüber 67 in Marbella.
Wir haben die Neubaupreise von sechs Orten der westlichen Costa del Sol verglichen, erhoben am 18. September 2026 über alle Objektarten. Estepona ist der günstigste der sechs, rund 31 % unter Marbella, und hat zugleich mit Abstand die größte Auswahl.
Estepona bietet an der Costa del Sol die meisten Quadratmeter fürs Geld
| Ort | Neubau pro m² | Gegenüber Marbella | m² für 500.000 € |
|---|---|---|---|
| Marbella | 7.491 € | – | 67 |
| Casares | 6.969 € | −7,0 % | 72 |
| Benahavís | 6.548 € | −12,6 % | 76 |
| Manilva | 5.266 € | −29,7 % | 95 |
| Sotogrande | 5.215 € | −30,4 % | 96 |
| Estepona | 5.145 € | −31,3 % | 97 |
Zwischen Marbella und Estepona liegen beim Neubau 2.346 € pro Quadratmeter. Bei einer Wohnung mit 100 Quadratmetern sind das rund 235.000 €. Manilva und Sotogrande liegen nahe an Estepona, bieten aber nur einen Bruchteil der Auswahl. Casares und Benahavís liegen zwischen Estepona und Marbella, mit 6.969 € und 6.548 € pro Quadratmeter. Wer für 500.000 € neu kauft, bekommt in Estepona rund 30 Quadratmeter mehr als in Marbella und rund 21 mehr als in Benahavís, bei gleichem Meer und gleicher Sonne.
Warum ist Neubau in Estepona günstiger als in Marbella?
Weil Marbellas Durchschnitt von Toplagen und Villen getragen wird und Estepona deutlich mehr baut. Der Preisabstand ist eine Frage des Angebots, nicht der Qualität der Lage.
Marbellas Toplagen treiben den Durchschnitt
In Marbella entstehen viele Neubauten in den teuersten Lagen der Küste. Am 21. September 2026 lag der Neubau-Median an der Goldenen Meile bei 9.969 € pro m² und in Nueva Andalucía bei 8.247 €. Selbst San Pedro de Alcántara, die günstigste Neubauzone Marbellas, lag mit 5.677 € über dem Median von Estepona. Die Details zu den Stadtteilen stehen im Artikel Wohnung in Marbella kaufen.
Estepona baut mehr: 840 Einheiten in 118 Projekten
Estepona hatte am Stichtag mehr als dreimal so viele bepreiste Neubau-Einheiten wie jeder andere der sechs Orte. Wo so viele Projekte gleichzeitig verkaufen, bepreisen Bauträger im Wettbewerb. Das hält den Quadratmeterpreis unter dem der Nachbarorte, obwohl der Bestand in Estepona seit Jahren stärker steigt als dort.
Estepona hat die größte Neubau-Auswahl der westlichen Costa del Sol
Mit 840 Einheiten in 118 Projekten bietet Estepona mehr als dreimal so viel Auswahl wie jeder andere Ort der westlichen Costa del Sol. Für Käufer heißt das: mehr Grundrisse, mehr Lagen, mehr Preisstufen und bessere Chancen, genau das zu finden, was passt.
| Ort | Einheiten | Projekte |
|---|---|---|
| Estepona | 840 | 118 |
| Manilva | 256 | 23 |
| Marbella | 244 | 95 |
| Casares | 228 | 35 |
| Benahavís | 186 | 79 |
| Sotogrande | 47 | 18 |
In Marbella verteilen sich 244 Einheiten auf 95 Projekte, viele davon einzelne Villen. In Estepona sind 645 der 840 Einheiten neue Wohnungen, die Auswahl reicht damit über viele Anlagen, Größen und Lagen. Die aktuellen Projekte stehen unter Neubauprojekte in Estepona.
Was hinter den Neubaupreisen der anderen Orte steckt
Die Mediane der Nachbarorte werden oft von wenigen Projekten oder einem hohen Villenanteil geprägt. Wer sie liest, sollte wissen, woraus sie bestehen.
Casares: ein Luxusprojekt hebt den Durchschnitt
In Casares entfielen am 21. September 2026 85 der 226 bepreisten Einheiten auf Reihenhäuser in nur zwei Projekten, mit einem Median von 10.433 € pro m²; ein einzelnes Projekt stellte mehr als die Hälfte davon. Neue Wohnungen in Casares lagen bei 5.219 € pro m². Der hohe Gemeindewert sagt also mehr über dieses Projekt als über den Ort.
Benahavís: Villen in den Golfanlagen
Benahavís ist ein Villenmarkt in den Tälern hinter der Küste. Neue Villen kosteten dort am 21. September 2026 im Median 7.481 € pro m², neue Wohnungen 6.356 €. Wer direkt an der Küste kaufen will, findet dort ein anderes Produkt als in Estepona.
Manilva und Sotogrande: günstig, aber wenig Auswahl
Manilva und Sotogrande liegen beim Neubau nahe an Estepona. Sotogrande hatte am Stichtag jedoch nur 47 bepreiste Einheiten, Manilva 256. In beiden Orten prägen einzelne Projekte einen großen Teil des Angebots. Estepona bietet ähnliche Preise bei mehr als dreimal so viel Auswahl.
Nirgends liegt Neubau so nah am Bestand wie in Estepona
In Estepona kostet Neubau nur 2,9 % mehr als Bestand, in Marbella 25 %, in Manilva 73 %. Der Aufschlag für neue Bausubstanz ist in Estepona der kleinste der sechs Orte.
| Ort | Neubau pro m² | Bestand pro m² | Aufschlag |
|---|---|---|---|
| Estepona | 5.145 € | 5.000 € | +2,9 % |
| Benahavís | 6.548 € | 5.544 € | +18,1 % |
| Marbella | 7.491 € | 5.992 € | +25,0 % |
| Sotogrande | 5.215 € | 3.969 € | +31,4 % |
| Manilva | 5.266 € | 3.039 € | +73,3 % |
| Casares | 6.969 € | 3.177 € | +119,3 % |
Für Käufer heißt das: In Estepona zahlt man für eine neue Immobilie fast nichts drauf, in den Nachbarorten dagegen einen deutlichen Aufschlag gegenüber dem örtlichen Bestand. Wer neu kaufen will, bekommt in Estepona das beste Verhältnis zwischen neu und gebraucht.
Günstiger heißt nicht schwächer: Estepona wächst stärker als Marbella
Der Bestand in Estepona ist in einem Jahr um 17,4 % und in zehn Jahren um 194,1 % gestiegen, in Marbella um 4,0 % und 151,3 %. Der niedrigere Einstieg geht also mit der stärkeren Entwicklung einher.
| Kennzahl | Estepona | Marbella |
|---|---|---|
| Bestandsindex, 1 Jahr | +17,4 % | +4,0 % |
| Bestandsindex, 10 Jahre | +194,1 % | +151,3 % |
| Mietrendite brutto | 5,05 % | 4,75 % |
| Einwohner seit 2016 | +19,4 % | +13,5 % |
Hinter der Entwicklung steht eine Stadt, die wächst und investiert: Die Einwohnerzahl Esteponas stieg von rund 67.000 im Jahr 2016 auf knapp 80.000 im Jahr 2025. Die Stadt ist nach eigenen Angaben schuldenfrei und investiert im Haushalt 2026 rund 27 Mio. €. Wie Neubau und Bestand in Estepona zueinander stehen, zeigt unsere Notiz Estepona: Neubau nur 2,9 % teurer als Bestand.
Eine Stadt, die investiert
Estepona hat laut Stadtverwaltung eine geerbte Verschuldung von über 300 Mio. € vollständig getilgt und investiert im Haushalt 2026 rund 27 Mio. €, den höchsten Wert seiner Geschichte. Die Stadt hat ein eigenes Krankenhaus für 15 Mio. € finanziert, einen Küstenkorridor von über 21 Kilometern für Fußgänger und Radfahrer fast fertiggestellt und baut derzeit den Bulevar Parque Central für knapp 10 Mio. €. Gleichzeitig sinkt die Grundsteuer für gemeldete Haushalte im Schnitt um 20 %. Für Eigentümer heißt das: Die Stadt wird attraktiver, während die laufende Belastung sinkt.
Wohnung oder Villa: Wo der Abstand zu Marbella am größten ist
Bei Villen ist der Preisvorteil Esteponas am größten, bei Wohnungen am kleinsten. Am 21. September 2026 kosteten neue Villen in Estepona im Median 5.753 € pro m², in Marbella 8.993 €. Neue Wohnungen lagen mit 5.135 € in Estepona und 5.266 € in Marbella nah beieinander.
Für Villenkäufer ist Estepona damit die klar günstigere Wahl an derselben Küste. Für Wohnungskäufer ist der Vorteil Esteponas vor allem die Auswahl: 645 neue Wohnungen in 69 Projekten gegenüber 121 in 18 Projekten in Marbella. Was beim Kauf einer Villa zu prüfen ist, steht im Artikel Villa in Spanien kaufen.
So nutzen Käufer den Preisvorteil Esteponas
Wer in Quadratmetern statt in Euro rechnet, sieht den Unterschied zwischen den Orten sofort. In diesen Schritten:
- Budget in Quadratmeter umrechnen. Budget geteilt durch den Median des Ortes zeigt, welche Größe realistisch ist.
- Zone wählen. Innerhalb Esteponas liegen die Neubau-Mediane zwischen gut 4.000 € und 6.500 € pro m².
- Neubau und Bestand in der Zone vergleichen. In einigen Lagen ist Neubau günstiger als Bestand.
- Kaufsteuern addieren. Neubau 10 % plus 1,2 %, Bestand 7 %.
- Zahlungsplan und Garantie prüfen. Jede Rate muss durch Bankbürgschaft oder Versicherung gedeckt sein.
Was bedeutet das für Investoren?
Estepona bietet den niedrigsten Einstieg, die größte Auswahl und die stärkste Wertentwicklung der sechs Orte. Diese Kombination ist an der westlichen Costa del Sol einmalig.
Ein Rechenbeispiel zeigt, was das für den laufenden Ertrag heißt: 97 Quadratmeter in Estepona zur durchschnittlichen Langzeitmiete von rund 21 € pro m² und Monat ergeben rund 2.040 € Monatsmiete, im Jahr rund 24.400 €. Auf 500.000 € Kaufpreis sind das rund 4,9 % brutto, vor Kosten und Steuern. Die Werte sind Vergangenheit und keine Prognose.
Neubauprojekte in Estepona
Woher die Zahlen stammen
Neubau: eigene Erhebung der Angebotspreise aller bepreisten Einheiten, Median über alle Objektarten, 18. September 2026; Objektarten und Stadtteile Marbellas 21. September 2026. Marktgebiet: Estepona, der Westen Marbellas und Sotogrande; einzelne Zonen wie La Zagaleta oder Elviria liegen außerhalb. Bestandsindex und Mieten: öffentlicher Preisindex der jeweiligen Gemeinde, Stand August 2026. Einwohner: amtliche Zahlen zum 1. Januar. Flächen: Budget geteilt durch den Median, auf ganze Quadratmeter gerundet.
Häufige Fragen
Wo bekommt man an der Costa del Sol am meisten Neubau fürs Geld?
In Estepona. Am 18. September 2026 lag der Neubau-Median dort bei 5.145 € pro Quadratmeter, rund 31 % unter Marbella mit 7.491 €. Für 500.000 € sind das rund 97 statt 67 Quadratmeter.
Was kostet Neubau pro Quadratmeter in Marbella, Casares und Benahavís?
Nach unserer Erhebung vom 18. September 2026 lag der Median in Marbella bei 7.491 €, in Casares bei 6.969 €, in Benahavís bei 6.548 €, in Manilva bei 5.266 € und in Sotogrande bei 5.215 € pro Quadratmeter.
Wo gibt es an der westlichen Costa del Sol die größte Auswahl an Neubauten?
In Estepona: 840 bepreiste Einheiten in 118 Projekten am 18. September 2026, mehr als dreimal so viele wie in jedem anderen der sechs Orte.
Ist Estepona günstiger, weil es weniger gefragt ist?
Nein. Der öffentliche Preisindex für Bestandsimmobilien stieg in Estepona bis August 2026 um 17,4 % in einem Jahr und um 194,1 % in zehn Jahren, stärker als in Marbella mit 4,0 % und 151,3 %.
Quellen & offizielle Links
- INE – Cifras oficiales de población de los municipios españoles (geprüft 21.09.2026)








